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Mehr Geld für den Katastrophenschutz in Deutschland. Späte Einsicht?

Der Katastrophenschutz in #Deutschland ist ähnlich wie die Bundeswehr mehr oder weniger, zumindest was die finanziellen Mittel angeht, jahrelang vernachlässigt worden. Doch seit der #Flutkatastrophe im Ahrtal und dem aktuellen Krieg in der Ukraine, soll es auf einmal alles ganz schnell gehen. Mehr Geld für besseren Schutz?

Schon vor einem Jahr ein Thema im Innenausschuss

Seit der #Hochwasserkatastrophe steht der Katastrophenschutz massiv in der Kritik. In einer Sondersitzung will der Innenausschuss im Bundestag nun klären, ob es Versäumnisse bei der Behörde gab und ob sie reformiert werden muss. Außerdem soll es darum gehen, ob der Bund künftig mehr für den Katastrophenschutz tun sollte. Bisher sind vor allem die Bundesländer und die Kommunen für den akuten Katastrophenschutz zuständig. Bundesinnenminister Horst Seehofer und der Präsident des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe, Armin Schuster, stellen sich den Fragen der Abgeordneten.

Wenn eine #Gefahr aufzieht oder ein Unglück geschieht, eine Naturkatastrophe zum Beispiel, muss sich jeder darauf verlassen können, dass der Staat optimal vorbereitet und gemeinsam mit den Hilfsorganisationen in der Lage ist, die Bürger zu schützen oder aus lebensbedrohlichen Situationen zu retten. Dann muss jeder Zuständige auf kommunaler, auf Landes- und auf Bundesebene wissen, was zu tun ist, und die nötigen Einsatzmittel zur Verfügung haben. Ob die Länder dafür zehn Milliarden Euro vom Bund brauchen, ist zu diskutieren. Klar ist nach den Erfahrungen aus dem vergangenen Jahr, dass die im Bundeshaushalt vorgesehenen 50 Millionen Euro sehr wenig sind.

Als in Schuld an der Ahr schon Häuser davonschwammen, konnte man flussabwärts in #Ahrweiler noch am Ufer gemütlich spazieren gehen. Mindestens fünf Stunden brauchte die Flutwelle zwischen den beiden Orten. Zeit genug, um die Menschen im unteren Ahrtal rechtzeitig zu warnen. Doch es passierte lange nichts. Warum? Eine Rekonstruktion der Flutnacht und die Suche nach einem Verantwortlichen.

Warum hat keiner vor der Katastrophe gewarnt?

Nun, auch 1 Jahr nach der Flut, bleiben viele Fragen offen. Cell Broadcast soll helfen, damit solch ein Desaster nicht noch einmal passiert.

Cell Broadcast kann genutzt werden, um #Warnmeldungen an alle in einem bestimmten Abschnitt des Mobilfunknetzes befindlichen Mobilfunkendgeräte (Smartphone und konventionelles Handy) zu versenden. Auf diese Weise erhalten alle potenziell von einem Gefahrenereignis betroffenen Personen die Warnmeldung. Das BBK arbeitet an der Einführung von Cell Broadcast zur Warnung in Deutschland. Auf dieser Seite bieten wir Ihnen wichtige Informationen zur Technologie und zum Stand des Verfahrens.

Cell Broadcast kann genutzt werden, um Warnmeldungen an alle in einem bestimmten Abschnitt des Mobilfunknetzes, einer sogenannten Funkzelle, befindlichen Mobilfunkendgeräte (Smartphone und konventionelles Handy) zu versenden.

Hierfür wird eine Standardtechnologie des #Mobilfunknetzes genutzt: Jedes Mobilfunkendgerät registriert sich automatisch in der jeweils lokalen sogenannten #Funkzelle, damit es einen Netzempfang über diese herstellen kann. Der zentrale Verteiler einer Funkzelle kann dann in umgekehrter Richtung Warnmeldungen an alle Mobilfunkendgeräte versenden. Bei Warnmeldungen über Cell Broadcast handelt es sich ausschließlich um Textnachrichten. Bilder oder Karten werden nicht übertragen.

Der Vorteil hierbei ist, dass ohne Vorabprüfung alle in einem Gebiet befindlichen Personen, die ein dafür eingerichtetes, empfangsbereites Mobilfunkendgerät bei sich führen, als Empfängerin und Empfänger einer Warnmeldung anonym erreicht werden können.

Findet ein Gefahrenereignis innerhalb einer Funkzelle statt, bekommen alle betroffenen und ein dafür voreingerichtetes, empfangsbereites Mobilfunkendgerät bei sich führenden Personen innerhalb dieser Funkzelle eine Warnmeldung in Form einer Cell Broadcast-Nachricht auf ihr Mobilfunkendgerät übersandt.

Der hierfür erforderliche #Datenverkehr wird auch durch ein erhöhtes Aufkommen an Mobilfunkgesprächen nicht beeinflusst. Selbst wenn eine Gesprächseinwahl in der Funkzelle wegen Überbuchung nicht möglich ist, hat dies keinen Einfluss auf die Datenübertragung einer Warnmeldung über Cell Broadcast.

Violetta Harper

Mein Name ist Violetta und recherchiere seit Jahren im Internet nach interessanten Artikeln aus der Welt der Politik und Nachrichten. Auch Reise und Erholung ist mein Spezialgebiet.
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