Blaulicht

Großbrand im Kreis Bad Segeberg. Feuerwehr mit Großaufgebot vor Ort.

Heute Nacht kam es in Leezen zu einem Großfeuer, bei dem eine Autowerkstatt in einem alten landwirtschaftlichen Gebäude komplett ausbrannte.

Gegen 23:59 Uhr wurde am Samstagabend des 21. Mai 2022 die Feuerwehr Leezen sowie die Feuerwehr Heiderfeld in die Straße Hörn in Leezen mit dem Einsatzstichwort FEU G “Feuer, größer als Standard” von der Kooperativen Rettungsleitstelle in Elmshorn alarmiert.

Mehrere Anrufer meldeten einen Brand einer Scheune. Bereits auf der Anfahrt der ersten Einsatzkräfte konnte dieses bestätigt werden. Der Dachstuhl des Gebäudes brannte bereits in voller Ausdehnung. Der Einsatzleiter entschied sich daraufhin, noch während der Anfahrt, weitere Einsatzkräfte an die Einsatzstelle zu alarmieren, um schnellstmöglich weitere Einsatzkräfte- und mittel an die Einsatzstelle zu bekommen.

Somit wurde das Einsatzstichwort auf FEU 3 “Feuer, 3 Löschzüge” erhöht und weitere umliegende Feuerwehren, sowie der Drehleiterzug der Feuerwehr Bad Segeberg an die Einsatzstelle alarmiert. Aufgrund der rückwärtigen Lage des Objektes gestaltete sich die Anfahrt der Einsatzkräfte zum Brandobjekt sowie der Aufbau der Wasserversorgung schwierig. Diverse Wasserversorgungen wurden über mehrere hundert Meter Schlauchlängen mittels mehrerer Tragkraftspritzen aus einem in der Nähe befindlichen Teich zur Einsatzstelle aufgebaut, um einen massiven Löscheinsatz mittels handgeführten Strahlrohren und dem Wenderohr der Drehleiter zu gewährleisten.

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Bereits mehrere Minuten nach der Alarmierung, brannte das Gebäude schließlich im Vollbrand. Aufgrund der bestehenden Einsturzgefahr war ein Innenangriff im Hauptgebäude nicht mehr möglich, sodass mehrere Trupps, zum größten Teil unter umluftunabhängigem Atemschutz, im Außenangriff die Brandbekämpfung vornahmen. Schwierig gestaltete sich die Brandbekämpfung darin, da in dem Objekt auch mehrere Personenkraftwagen unbekannter Antriebsarten im Vollbrand standen.

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Ebenso wurden im Außenbereich stehende PKW durch die enorme Hitze und der Flammenbeaufschlagung bereits in Mitleidenschaft gezogen. Durch das Wenderohr der Drehleiter und den massiven Wassereinsatz konnte gegen 2:42 Uhr “Feuer unter Kontrolle” gemeldet werden. Dennoch brannte es weiterhin in einem kombinierten Reifen- und Öllager, sodass zum frühen Morgen das komplette Objekt mit einem Netzmittel aus Schaum abgelöscht wurde. Im weiteren Verlauf wurde ein Bagger zur Einsatzstelle alarmiert, um an die letzten Brandnester zu gelangen.

Peter Richter

Mein Spezialgebiet sind Artikel aus der Welt von Feuerwehr und Rettungsdienst. Selber aktiver Feuerwehrmann.
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